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Partition beim Bootvorgang mounten.
Linux Mint bindet Partitionen nicht standardmäßig in das System ein. Wenn man nun z.B. eine Partition hat die man unter Windows genutzt hat und diese immer da war, wird gemerkt haben das beim Start von Linux diese Partition nicht da ist...
Das liegt daran das zwei Kriterien zum einbinden erfüllt sein müssen.
1. Ein Verzeichnis für die Partition muss vorhanden sein das als Mountpoint genutzt werden kann. Standardmäßig liegt dies in /Media oder /home. Man kann es auch an jeden x beliebigen Ort erstellen jedoch ist der Standard schon ganz gut da euch bei Problemen besser / schneller geholfen werden kann. Unter Windows findet man die Partitionen auch immer im Arbeitzplatz.
2. Es muss eine Zeile in der /etc/fstab Datei geändert werden. Die /fstab wird beim Systemstart automatisch eingelesen und verarbeitet. Einfach gesagt werden alle Festplatten die dort gelistet sind eingebunden.
Als erstes müssen wir rausfinden wie die Festpltte / Partition heißt. Es gibt drei Möglichkeiten unter Linux eine Festplatte / Partition zu Identifizieren.
1. /dev/sdxX Kennung: diese ist wohl jedem Bekannt, kommt bei der Installation vor aber auch unter dem Partitionierungsprogramm <Gparted>. Wobei (xX) durch z.B. a1 also zu /dev/sda1 wird. Diese Bezeichnung wird durch das System vergeben. Das heißt sda = 1. Festplatte, sdb = 2. Festplatte usw. Darauf folgt die Nummerierung der Partitionen. Beispiel sda1:a = Erste Festplatte, 1 = Erste primäre Partition. Befindet sich noch eine erweiterte Partition mit logischen Partitionen auf dieser Festplatte, so lauten die Kennzeichnungen: Erweiterte Partition sda2, logische Partitionen sda5, sda6, sda7, ...Die Nummerierung für logische Partitionen fängt unter Linux immer bei 5 an. Das liegt daran, dass die Plätze 1-4 für primäre oder erweiterte Partitionen reserviert sind. Ob sie nun tatsächlich vorhanden sind oder nicht spielt dabei keine Rolle. (siehe Ubuntuusers Grundlagen Partitionierung)
2. Das Label: kurz gesagt gibt man der Festplatte / Partition einen Namen. z.B. MeineDateien, Backup, Musik, Medien... Dies kann man mit Gparted machen. Danach findet mann die Platte unter dem jeweiligen Namen...
3. die wohl eindeutigste Identifikation einer Festplatte ist aber die <UUID>. Die Universally Unique Identifier besteht aus einer Folge von Zahlen und Buchstaben die vom Computer erstellt werden. Dies macht die Festplatte / Partition unverwechselbar. Die /dev/sdxX Kennung kann sich z.B. durch Wechsel oder Vertauschen von Kabeln ändern und schon geht nix mehr... Bei der UUID passiert das nicht und die Platte wird wieder erkannt. (näheres bei Ubuntuusers)
Nun gut genug der Theorie jetzt wird’s ernst :-)
als erstes öffnen wir ein Terminal und geben dort folgenden code ein
sudo blkid
um die laufwerke aufzulisten
/dev/sda1: UUID="D8FCE5D9FCE5B244" TYPE="ntfs"
/dev/sda2: UUID="678b40f8-9dff-4cf7-921d-6d2b43648f82" TYPE="ext4"
/dev/sda5: UUID="8c3461d9-34e0-44ee-9347-817cb675d22a" TYPE="swap"
/dev/sda6: UUID="52802b6d-a981-4415-8e12-24386256e13a" TYPE="ext4"
/dev/sdb1: LABEL="files" UUID="4FBA1BC5210FD9F6" TYPE="ntfs"
so in etwa sollte nun eure Ausgabe aussehen. Wie in diesem Beispiel gehe ich jetzt von einer „ntfs“ Partition aus.
Notire nun die Platte die du Mounten willst:
</dev/sdb1: LABEL="files" UUID="4FBA1BC5210FD9F6" TYPE="ntfs">
jetzt erstellen wir ein Verzeichnis in der die Platte Gemountet werden soll:
Terminal:
mkdir /media/Verzeichnisname
Verzeichnisname durch euren Wunsch ersetzen (Main, Media...)
jetzt öffnet ihr die /etc/fstab als Root, sonnst könnt ihr die nicht ändern.
Geht dazu Menü / Computer / Dateisystem / etc / fstab
Die fstab mit der rechten Maustste anklicken und „mit Systemverwaltungsrechten öffnen“ anklicken und mit eurem Passwort bestätigen.
Jetzt öffnet sich eine einfache Textdatei die etwa so aussieht:
etc/fstab
# /etc/fstab: static file system information.
#
# Use 'blkid -o value -s UUID' to print the universally unique identifier
# for a device; this may be used with UUID= as a more robust way to name
# devices that works even if disks are added and removed. See fstab(5).
#
# <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass>
proc /proc proc nodev,noexec,nosuid 0 0
# / was on /dev/sda8 during installation
UUID=8330f146-57c1-44c3-a97a-19a5d1577b10 / ext4 errors=remount-ro 0 1
/dev/sda7 /home ext4 defaults 0 2
/dev/sda5 none swap sw 0 0
# Label ntfs sdxX
/dev/sdxX /media/Verzeichnisname ntfs rw,auto,users,nls=utf8,umask=007,gid=46 0 0
Dort hängt ihr einfach die Letzten zwei Zeilen an.
Die Zeile mit der Raute (#) wird nicht gelesen. Also nur zu eurer Information. Gebt dort z.B. als Label den Namen der Platte ein damit ihr auch nach eins, zwei Jahren wiedererkennt das ihr die dort eingebunden habt.
In der nächsten Zeile gebt ihr am Anfang die Plattenbezeichnung ein. Entweder so wie hier im Beispiel mit /dev/sdxX oder mit der UUID
UUID=<UUID> /media/Verzeichnisname ntfs rw,auto,users,nls=utf8,umask=007,gid=46 0 0
Hinweis:
Die Gruppe plugdev (gid=46) eraubt auch auf Mehrbenutzersystemen jedem Benutzer Zugriff, ohne dass die Zugriffe auf die Heim-Verzeichnisse beschränkt werden müssen.
im Terminal.
Fertig...


